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"Entwicklung wiederverwendbarer Softwarekomponenten
unter Verwendung des J2EE - Standards"
 

Bewertung der Diplomarbeit durch Dipl.-Ing.(FH) Oliver Gutperl

Herr Kressin bewältigt in der vorliegenden Arbeit die Aufgabe, die theoretischen Grundlagen wiederverwendbarer Komponenten darzustellen und anhand des J2EE-Standards ihre Anwendung darzustellen. Die besondere Qualität der Arbeit ergibt sich daraus, dass Herr Kressin die gesammelten Erkenntnisse auf eine konkrete praktische Problemstellung bezieht und eine beispielhafte Lösung für das Projekt benelog erarbeitet. Die gestellte Aufgabe ist somit umfangreich und durch die Verknüpfung des theoretischen Teils mit den praktischen Ausführungen hinreichend komplex.

Herr Kressin widmet sich in zwei Kapiteln zunächst den Themen "Wiederverwendung" und "Komponenten und Komponentenmodelle". Er stellt klar gegliedert und verständlich die beiden Konzepte vor, erläutert die Motivation für ihre Anwendung und geht auch auf Aspekte ein, die im konkreten Einsatz berücksichtigt werden müssen.

Im Kapitel "Entwicklung wiederverwendbarer Komponenten" formuliert Herr Kressin Anforderungen an ebendiese und beschreibt, wie sich diese Anforderungen durch moderne Softwareentwicklungsmethoden erfüllen lassen.

Das Kapitel "Webkomponenten" zeigt, wie sich die derzeit weit verbreiteten Web-Anwendungen in eine komponentenbasierte Architektur einfügen, während das folgende Kapitel J2EE als eine Plattform für Komponenten darstellt und untersucht.

Im praktisch orientierten Teil der Arbeit zeigt Herr Kressin, wie sich die in den vorangegangenen Kapiteln dargestellten Erkenntnisse auf eine konkrete Anwendungsentwicklung übertragen lassen. Herr Kressin enwickelt eine Architektur, deren Implementierung Ziel eines Redesigns der derzeit bestehenden Anwendung sein soll. Zusätzlich implementiert er einen Teilbereich und stellt damit heraus, wie die konkrete Umsetzung aussehen sollte.

Insbesondere für Entwickler und Architekten, die im Bereich Internet und J2EE Software erstellen, eröffnet sich eine neue Perspektive, da die Arbeit konkrete Hinweise gibt, wie die Vorteile von wiederverwendbaren Komponenten in diesem Kontext nutzbar sind.

In das Projekt benelog sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als 5 Mannjahre Entwicklung eingegangen. Herr Kressin hat während seiner Tätigkeit bei der WWL Internet AG einen guten Überblick über die Anforderungen des Kunden und die bei der Entwicklung der Software auftretenden Probleme gewonnen. Die in der vorliegenden Arbeit dargestellte Architektur führt in sinnvoller Art und Weise die theoretischen Erkenntnisse aus der Diplomarbeit und die praktischen Anforderungen an eine geschäftskritische Anwendung zusammen. Damit ist die von Herrn Kressin vorgeschlagene Architektur hervorragend geeignet, die derzeit bestehende benelog-Anwendung technisch zu verbessern. Gleichzeitig erscheinen die von Herrn Kressin gemachten Vorschläge auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (Senkung des Aufwands für Wartung und Änderungen) sinnvoll.

Die Arbeit ist sinnvoll strukturiert und klar gegliedert. In Form und Ausdruck erfüllt sie alle Anforderungen an eine derartige Arbeit. Die beschriebenen Sachverhalte werden korrekt und präzise dargestellt.

Die gestellte Aufgabe wird sehr gut und umfassend gelöst, insbesondere die Vollständigkeit der Lösung macht den Wert dieser Arbeit aus.

iv. Oliver Gutperl
Architect Serverside Technologies
WWL Internet AG


 
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