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"Entwicklung wiederverwendbarer Softwarekomponenten
unter Verwendung des J2EE - Standards"

Die Wiederverwendung von Software wurde bereits Ende der 60er Jahre als ein möglicher Ausweg aus der sogenannten Softwarekrise, also dem Problem, große und zuverlässige Systeme auf kontrollierte und kosteneffiziente Art zu entwickeln, beschrieben. Zum einen sollten häufig auftretende Probleme nicht jedes mal neu algorithmisch gelöst werden müssen, zum anderen kann durch Verwendung von bereits ausgiebig getesteten Bestandteilen die Fehlerrate von Software gesenkt werden. Dennoch konnte sich die Entwicklung für und mit Wiederverwendung bislang nicht merklich im Softwareentwicklungsprozeß etablieren. Ein Ansatz, der die Wiederverwendung erleichtern soll, ist die Komponentenbasierte Softwareentwicklung (CBSE).

In einem einführenden Teil sollen zunächst die Gründe, Ziele und Voraussetzungen für Wiederverwendung sowie der Komponentenbegriff selbst geklärt werden. Es wird erläutert, wie Komponenten und die dazugehörigen Komponentenmodelle bei der Erstellung wiederverwendbarer Software sinnvoll zum Einsatz kommen können und welche Randbedingungen dafür notwendig sind.

Danach soll geklärt werden, wie Komponenten beschaffen sein müssen, um wiederverwendbar zu sein. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der Verwendung von Technologien und Techniken, die das Erreichen der Zielstellung ermöglichen. Hiervon sind in erster Linie die Objektorientierung sowie die Verwendung von Interfaces, Kapselung, Kopplung, Design - Patterns und Kommunikationsmodellen zwischen den Komponenten zu nennen. Darauf aufbauend wird erörtert, wie sich diese Techniken auf die Architektur eines Softwaresystems auswirken und wie sich potentiell wiederverwendbare Komponenten bereits in der Designphase identifizieren lassen. Hierbei sollen auch Probleme und Nachteile der daraus resultierenden Architekturen angesprochen werden.

In einem nächsten Schritt soll der J2EE - Standard der Firma SUN als Framework zur Entwicklung wiederverwendbarer Web - basierter Komponenten untersucht werden. Es wird beleuchtet, welche Mechanismen und Techniken dem Entwickler zur Unterstützung bereitgestellt werden und inwiefern diese zur Umsetzung der im vorherigen Abschnitt erläuterten Software - Architekturen geeignet sind.

Die aus diesen Schritten gewonnenen Erkenntnisse sollen abschließend in einem konkreten Projekt prototypisch umgesetzt werden. Hierbei wird ein Redesign einer existierenden, gewachsenen Web - Applikation der Firma WWL Internet AG im Hinblick auf Wiederverwendung durchgeführt und anhand einer konkreten Komponente demonstriert. Anschließend wird evaluiert, inwieweit die Architektur das Ziel der Wiederverwendung erfüllt und an welchen Stellen darauf verzichtet werden mußte.


 
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